Novella.
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Es gibt Dinge, die nicht verschwinden. Zu ihnen gehört auch die Gewalt. Die Gewaltaversion (Jan Philipp Reemtsma) zeichnet nicht die Moderne aus. Die Gewalt ist proteischer als man denkt. Sie verändert nur ihre Erscheinungsform. Heute zieht sie sich in subkutane, subkommunikative, kapillare und neuronale Räume zurück und nimmt eine mikrophysische Form an, die auch ohne die Negativität der Herrschaft oder Feindschaft ausgeübt wird. Sie verlagert sich vom Sichtbaren ins Unsichtbare, vom Brachialen ins Mediale und vom Frontalen ins Virale. Nicht offene Angriffe, sondern Ansteckungen sind ihre Wirkungsweisen. Hans Topologie der Gewalt zeichnet vor allem jene Transformation des Gewaltgeschehens, die sich als der Wandel von der Dekapitation (vormoderne Gesellschaft der Souveränität und des Blutes) über die Deformation (moderne Disziplinargesellschaft) bis hin zur Depression (heutige Leistungs- und Müdigkeitsgesellschaft) vollzieht. Han setzt damit seine bereits in Müdigkeitsgesellschaft begonnene beunruhigende Analyse unserer Zeit fort.--

Editions · 5

Paperback
2018 · MIT Press
168 pp · EN
9780262345071
Paperback
2018 · MIT Press
168 pp · EN
9780262345064
Paperback
2018 · MIT Press
168 pp · EN
9780262345057
Paperback
2018 · The MIT Press
168 pp · EN
9780262534956
Paperback
2019 · Relógio D''Água
EN
9789896419394

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